Stellungnahme: Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer verurteilt der Verein Persische Kultur, Kunst und Sprache (PKKS) e.V. die brutale und systematische Unterdrückung der landesweiten Proteste im Iran im Januar 2026. (Iran-Proteste 2026 Stellungnahme)
Die humanitäre Lage und die Verbrechen des Regimes
UN Experts urge Iran to break cycle of violence – OHCHR
„Sie haben ein Blutbad angerichtet“ – Amnesty International
Nach übereinstimmenden Berichten zahlreicher internationaler Menschenrechtsorganisationen, Augenzeugen und unabhängiger Quellen wurden im Zuge der gewaltsamen Repressionen zehntausende unbewaffnete Zivilistinnen und Zivilisten getötet. Besonders erschütternd ist die Tatsache, dass unter den Opfern viele Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sind. Diese Verbrechen stellen schwerwiegende und fortgesetzte Verletzungen der universellen Menschenrechte dar, die durch nichts zu rechtfertigen sind.
Das herrschende System der Islamischen Republik Iran hat erneut bewiesen, dass es bereit ist, mit äußerster Grausamkeit gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen, um seine Machtposition zu sichern. Das gezielte Vorgehen gegen friedliche Demonstrierende und die eklatante Missachtung der Meinungsfreiheit sind Merkmale eines diktatorischen Herrschaftssystems, das die Würde des Menschen mit Füßen tritt.
Die Bedeutung von Kultur und Sprache im Widerstand
Als ein Verein, der sich der Förderung der persischen Kultur, Kunst und Sprache widmet, betonen wir: Kultur ist ein Werkzeug der Freiheit. Das iranische Volk nutzt seine reiche kulturelle Identität, um gegen die Dunkelheit der Unterdrückung anzukämpfen. Die aktuelle Bewegung im Iran ist nicht nur ein politischer Protest, sondern ein kulturelles Erwachen für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.
Anerkennung der internationalen Unterstützung
Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland sowie der deutsche Bundeskanzler haben in der Vergangenheit wiederholt klare Worte gegen die Gewalt im Iran gefunden.
Gemeinsame Erklärung zur Lage im Iran – Bundesregierung
Klares Signal gegen brutale Gewalt in Iran – Bundeskanzler
Merz: Regime in Teheran “faktisch am Ende
Merz warnt Teheran: Sind zur Erhöhung des Drucks bereit
Wir begrüßen diese scharfe Verurteilung der Menschenrechtsverletzungen ausdrücklich. Es ist ein wichtiges Signal an die Menschen im Iran, dass sie in ihrem Kampf für Demokratie nicht allein sind. Doch Worte allein reichen nicht mehr aus; es bedarf entschlossener diplomatischer Konsequenzen.
Unsere Forderungen an die Weltgemeinschaft
Der Verein PKKS e.V. ruft die Zivilgesellschaft, politische Entscheidungsträger und Institutionen in Deutschland und ganz Europa dazu auf:
- Eindeutige Verurteilung: Die Verbrechen des iranischen Regimes müssen auf allen internationalen Ebenen als solche benannt werden.
- Verstärkung der Stimmen: Wir müssen die Geschichten der Opfer und ihrer Angehörigen erzählen, um die Straflosigkeit der Täter zu beenden.
- Diplomatischer Druck: Die Bundesregierung muss den rechtlichen und politischen Druck auf die Verantwortlichen in Teheran massiv erhöhen.
- Solidarität: Die legitimen Forderungen des iranischen Volkes nach Freiheit, Würde und Demokratie müssen aktiv unterstützt werden.
Schweigen angesichts dieser Verbrechen bedeutet Mitverantwortung. Die internationale Gemeinschaft darf nicht wegsehen, während eine ganze Generation für ihre Grundrechte kämpft.
Persische Kultur, Kunst und Sprache (PKKS) e.V.
Rostock, Deutschland

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